{"id":2744,"date":"2025-09-10T16:28:35","date_gmt":"2025-09-10T14:28:35","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/?page_id=2744"},"modified":"2025-09-10T17:34:22","modified_gmt":"2025-09-10T15:34:22","slug":"kaukasische-fluegelnuss-pterocarya-fraxinifolia","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/index.php\/stadtgarten-karte\/kaukasische-fluegelnuss-pterocarya-fraxinifolia\/","title":{"rendered":"Kaukasische Fl\u00fcgelnuss (Pterocarya fraxinifolia)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die in den Bergw\u00e4ldern vom Kaukasus bis Nordpersien nat\u00fcrlich vorkommende Baumart gelangte vermutlich erstmals durch den franz\u00f6sischen Botaniker Andr\u00e9 Michaux 1784 nach Versailles. Nachweise f\u00fcr ihr Vorkommen in Deutschland (Potsdam) gibt es seit 1834. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wird sie in Mitteleuropa als Zierbaum in G\u00e4rten und Parkanlagen angepflanzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In ihrer Heimat besiedelt die kaukasische Fl\u00fcgelnuss bevorzugt Laubmischw\u00e4lder bis in H\u00f6hen von 700m \u00fcber NN entlang von Flie\u00dfgew\u00e4ssern und feuchten, auch kurzzeitig \u00fcberschwemmten Standorten. Bereits im Terti\u00e4r waren Fl\u00fcgeln\u00fcsse in Mitteleuropa verbreitet, unter anderem wurden Fossilien der Gattung am Niederrhein gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der sommergr\u00fcne Laubbaum kann H\u00f6hen bis zu 30 m erreichen. Seine gl\u00e4nzend frischgr\u00fcnen, gefiederten Bl\u00e4tter verf\u00e4rben im Herbst goldgelb. Die Kaukasische Fl\u00fcgelnuss verdankt ihren Namen den gefl\u00fcgelten Fr\u00fcchten, die in 25 bis 50 cm langen Fruchtst\u00e4nden herabh\u00e4ngen. Ihre in der Jugend glatte graue Rinde rei\u00dft im Alter in tiefgefurchte L\u00e4ngsstreifen auf, ihr wertvolles, spektakul\u00e4r rot-schwarz gemasertes Holz (Kaukasischer Nussbaum) ist als Furnierholz, im M\u00f6belbau und zur Herstellung von Musikinstrumenten sehr begehrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">H\u00e4ufig w\u00e4chst die Baumart zu einem mehrst\u00e4mmigen und gro\u00dfen Baum mit einer malerischen, breit ausladenden Krone heran. Sie hat ein flaches, weit ausgebreitetes Wurzelsystem und treibt bis in mindestens 10 m Entfernung zahlreiche Ausl\u00e4ufer. Damit bildet sie ein dichtes, undurchdringliches Buschwerk im Umkreis der Hauptst\u00e4mme. Ihre wuchernden Ausl\u00e4ufer sind in der Lage Pflasterdecken anzuheben. In Parkanlagen ist man gut damit beraten, den Baum inmitten einer Rasenfl\u00e4che zu platzieren um der Ausl\u00e4ufer Herr zu werden. Derjenige, der den Baum in einem sumpfigen Bereich oder entlang von Gew\u00e4ssern pflanzt, verliert die Kontrolle \u00fcber den Baum. Die entstehenden Dickichte sind auf Dauer ohne Hilfsmittel nicht mehr zu begehen. Obwohl die Baumart sich kaum \u00fcber ihre Fr\u00fcchte verbreitet, ist sie durch ihre zahlreichen Wurzelausl\u00e4ufer als invasiv zu betrachten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"892\" height=\"655\" src=\"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/180-Kaukasische-Fluegelnuss.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2745\" srcset=\"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/180-Kaukasische-Fluegelnuss.jpg 892w, https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/180-Kaukasische-Fluegelnuss-300x220.jpg 300w, https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/180-Kaukasische-Fluegelnuss-768x564.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 892px) 100vw, 892px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bildquelle: Christoph Michels, Dipl. Forstwirt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die in den Bergw\u00e4ldern vom Kaukasus bis Nordpersien nat\u00fcrlich vorkommende Baumart gelangte vermutlich erstmals durch den franz\u00f6sischen Botaniker Andr\u00e9 Michaux 1784 nach Versailles. Nachweise f\u00fcr ihr Vorkommen in Deutschland (Potsdam) gibt es seit 1834. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wird sie in Mitteleuropa als Zierbaum in G\u00e4rten und Parkanlagen angepflanzt. 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