{"id":2752,"date":"2025-09-10T16:28:35","date_gmt":"2025-09-10T14:28:35","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/?page_id=2752"},"modified":"2025-09-10T17:34:22","modified_gmt":"2025-09-10T15:34:22","slug":"ginkgo-ginkgo-biloba","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/index.php\/stadtgarten-karte\/ginkgo-ginkgo-biloba\/","title":{"rendered":"Ginkgo (Ginkgo biloba)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keine Baumart besitzt weltweit einen derart hohen Bekanntheitsgrad wie der Ginkgo. Seine unverwechselbaren, f\u00e4cherf\u00f6rmig zweigeteilten Bl\u00e4tter symbolisieren stets positive Eigenschaften wie Lebensfreude, Frieden, Freundschaft, Umweltschutz und Fruchtbarkeit. In China und Japan wird der Ginkgo seit Jahrhunderten als heiliger Baum verehrt. F\u00fcr die Japaner stellt die Baumart ein Zeichen der Hoffnung dar. Nach dem Abwurf der Atombombe auf Hiroshima starben im Epizentrum fast alle Pflanzen ab. Die \u00fcberlebenden B\u00e4ume werden in Japan \u201eHibakujumoku\u201c genannt. Sechs abgebrannte Ginkgos, unter anderem ein Exemplar an der Tempelanlage Hosen-ji und eines im Shukkeien-Garten, trieben im darauffolgenden Fr\u00fchjahr wieder aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Ginkgo ist die einzige heute noch lebende (rezente) Art in der Klasse der Ginkgopflanzen und geh\u00f6rt daher weder zu den Laub- noch zu den Nadelb\u00e4umen. Schon vor 290 Millionen Jahren entwickelten sich die ersten Ginkgogew\u00e4chse, die bereits im Zeitalter des Jura mit vermutlich mehr als 100 Arten \u00fcber alle damals bestehenden Kontinente verbreitet waren. Die Baumart Ginkgo biloba ist seit 65 Millionen Jahren bekannt und wird daher auch als \u201elebendes Fossil\u201c bezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die nat\u00fcrliche Heimat der heute verbreiteten Ginkgos wird entlang des Stromes Jangtsekiang in China vermutet. Ab etwa 1000 n. Chr. gelangte die Baumart von China aus nach Korea und Japan. Der Ginkgo galt bei den Europ\u00e4ern lange Zeit als ausgestorben bis ihn der deutsche Japanforscher Engelbert Kaempfer in Japan 1691 wiederentdeckte. Im Jahr 1727 gelangten von Japan aus die ersten Ginkgo-Pflanzen wieder nach Europa in den Botanischen Garten Utrecht zur\u00fcck. Als m\u00f6glicherweise \u00e4ltester Ginkgo Deutschlands z\u00e4hlt der Baum im Frankfurter Stadtteil R\u00f6delheim, der angeblich um 1750 gepflanzt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gegen Luftschadstoffe, Insekten und Pilze unempfindliche Bauart kann ein Alter von \u00fcber 1000 Jahren erreichen, in China steht in der Provinz Shandong ein Exemplar, das \u00e4lter als 3000 Jahre sein soll. Da die Samen essbar sind, wird der Ginkgo in China seit \u00fcber 3000 Jahren kultiviert. In Japan gibt es zahlreiche bis zu 1000 Jahre alte Naturdenkm\u00e4ler, die als heilige B\u00e4ume h\u00e4ufig an Tempeln gepflanzt wurden und inzwischen als Wahrzeichen f\u00fcr D\u00f6rfer und St\u00e4dte gelten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die sommergr\u00fcne Baumart w\u00e4chst in der Jugend auffallend geradschaftig und schlank in die H\u00f6he. Seine anfangs sp\u00e4rlich wirkende lichte Beastung wird im Laufe der Jahre immer dichter. Altb\u00e4ume k\u00f6nnen eine m\u00e4chtige Krone erreichen. Die im Sommer maigr\u00fcnen Bl\u00e4tter verf\u00e4rben sich im Herbst in ein leuchtendgelbes Laub. Der Ginkgo ist zweih\u00e4usig getrenntgeschlechtig, es gibt m\u00e4nnliche und weibliche B\u00e4ume. Er wird in Europa \u00fcberwiegend als Zierbaum oder auch als Stra\u00dfenbaum gepflanzt. Das Fruchtfleisch der weiblichen mirabellen\u00e4hnlichen Fr\u00fcchte riecht jedoch unangenehm nach Butters\u00e4ure, daher werden in Europa \u00fcberwiegend m\u00e4nnliche Pflanzen aus Stecklingen verwendet. In den asiatischen L\u00e4ndern ist es jedoch umgekehrt, dort werden die B\u00e4ume als Nutzpflanzen zur Gewinnung der essbaren Samen kultiviert. Den Bl\u00e4ttern des Ginkgos werden vIELF\u00c4LTIG heilende Kr\u00e4fte in der Medizin zugeschrieben. In den USA und in S\u00fcdfrankreich wird die Baumart inzwischen in Plantagen zur Ernte der Bl\u00e4tter angebaut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die eigent\u00fcmliche Schreibweise des Botanischen Namens r\u00fchrt von einem Fehler Kaempfers bei der \u00dcbersetzung der chinesischen und japanischen Schriftzeichen her. Die Kombination der japanischen Schriftzeichen \u201egin = Silber\u201c und \u201eky\u014d = Aprikose\u201c ergibt die Bezeichnung Ginky\u014d. Heute ist der Name Ginkgo jedoch unver\u00e4nderbarer Bestandteil der botanischen Nomenklatur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keine Baumart besitzt weltweit einen derart hohen Bekanntheitsgrad wie der Ginkgo. Seine unverwechselbaren, f\u00e4cherf\u00f6rmig zweigeteilten Bl\u00e4tter symbolisieren stets positive Eigenschaften wie Lebensfreude, Frieden, Freundschaft, Umweltschutz und Fruchtbarkeit. In China und Japan wird der Ginkgo seit Jahrhunderten als heiliger Baum verehrt. F\u00fcr die Japaner stellt die Baumart ein Zeichen der Hoffnung dar. 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