{"id":2754,"date":"2025-09-10T16:28:35","date_gmt":"2025-09-10T14:28:35","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/?page_id=2754"},"modified":"2025-09-10T17:34:22","modified_gmt":"2025-09-10T15:34:22","slug":"die-schwarz-kiefer-pinus-nigra","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/index.php\/stadtgarten-karte\/die-schwarz-kiefer-pinus-nigra\/","title":{"rendered":"Die Schwarz-Kiefer (Pinus nigra)"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Schwarz-Kiefer hat ein stark zersplittertes nat\u00fcrliches Verbreitungsgebiet in \u00d6sterreich, den Mittelmeerl\u00e4ndern S\u00fcdeuropas, in Kleinasien und im n\u00f6rdlichen Afrika. Die in den letzten Eiszeiten entstandenen inselartigen Vorkommen haben dazu gef\u00fchrt, dass sich die Schwarzkiefer an den Naturstandorten unterschiedlich entwickelt hat. Die Baumart wird aufgrund dieser Tatsache heute in f\u00fcnf Unterarten unterteilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das n\u00f6rdlichste nat\u00fcrliche Vorkommen der Schwarz-Kiefer befindet sich in den Ostalpen s\u00fcdlich von Wien. Dort steht sie auf waldbaulich schwierigsten Standorten, in trockenen Lagen auf flachgr\u00fcndigen Kalkb\u00f6den. In Bezug auf die Wasserversorgung ist die Baumart sehr anspruchslos und w\u00e4chst sowohl auf Lehm- und Sandb\u00f6den wie auch auf felsigen, kalkreichen B\u00f6den. Sie ist frostfest, unempfindlich gegen\u00fcber Luftverschmutzungen und gilt als sehr krankheitsresistent. Die Schwarz-Kiefer wird in Zeiten der klimatischen Ver\u00e4nderungen als forstliche Alternativbaumart erheblich an Bedeutung gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwarz-Kiefern werden bei uns seit Jahrhunderten als Zierbaum in Parkanlagen gepflanzt. Forstlich wurde die Baumart in Nordrhein-Westfalen erstmals im Jahr 1818 in der N\u00e4he von M\u00fcnster angebaut. Nach dem 2. Weltkrieg haben die Forstverwaltungen zahlreiche zerst\u00f6rte Waldgebiete mit der Korsischen Schwarz-Kiefer aufgeforstet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zweinadelige Schwarz-Kiefer kann ein Alter von 800 Jahren und eine H\u00f6he von 50 m erreichen. Ihren Namen verdankt sie den schwarz gef\u00e4rbten, verdeckten Teilen der Zapfenschuppen. Sie hat ein weitstreichendes Wurzelsystem mit einer kr\u00e4ftigen Pfahlwurzel, die den Baum sehr standfest macht. Im Wintersturm \u201eKyrill\u201c 2007 hat sich gezeigt, dass die Schwarz-Kiefern deutlich standfester als die heimischen Wald-Kiefern sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Holz wird vielseitig f\u00fcr Bodendielen, im Innenausbau, als Sperrholz und in der Papierindustrie verwendet. In Nieder\u00f6sterreich wird sie aufgrund ihres hohen Harzgehaltes seit dem 17. Jahrhundert in der Pecherei, der Baumharzgewinnung genutzt. Dazu wird die br\u00e4unlichgraue, schuppige Stammborke der m\u00f6glichst 90 bis 120 Jahre alten B\u00e4ume bis auf das Splintholz entfernt und das Harz in darunter befestigten Sammelbeh\u00e4ltern aufgefangen. Schon die R\u00f6mer nutzten den von allen europ\u00e4ischen Nadelh\u00f6lzern harzreichsten Baum zur Harzgewinnung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"633\" height=\"574\" src=\"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/195-Schwarz-Kiefer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2755\" srcset=\"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/195-Schwarz-Kiefer.jpg 633w, https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/195-Schwarz-Kiefer-300x272.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 633px) 100vw, 633px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bildquelle: Christoph Michels, Dipl. Forstwirt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schwarz-Kiefer hat ein stark zersplittertes nat\u00fcrliches Verbreitungsgebiet in \u00d6sterreich, den Mittelmeerl\u00e4ndern S\u00fcdeuropas, in Kleinasien und im n\u00f6rdlichen Afrika. Die in den letzten Eiszeiten entstandenen inselartigen Vorkommen haben dazu gef\u00fchrt, dass sich die Schwarzkiefer an den Naturstandorten unterschiedlich entwickelt hat. Die Baumart wird aufgrund dieser Tatsache heute in f\u00fcnf Unterarten unterteilt. 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