{"id":2760,"date":"2025-09-10T16:28:35","date_gmt":"2025-09-10T14:28:35","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/?page_id=2760"},"modified":"2025-09-10T17:34:22","modified_gmt":"2025-09-10T15:34:22","slug":"morgenlaendische-platane-platanus-orientalis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/index.php\/stadtgarten-karte\/morgenlaendische-platane-platanus-orientalis\/","title":{"rendered":"Morgenl\u00e4ndische Platane (Platanus orientalis)"},"content":{"rendered":"\n<p>Die in Italien, Griechenland, dem Balkan, der T\u00fcrkei und den Mittelmeerl\u00e4ndern des Nahen Ostens beheimatete Morgenl\u00e4ndische Platane wurde vermutlich erst im 16. oder 17. Jahrhundert in Mitteleuropa eingef\u00fchrt. Nach dem \u201eHortus Kewensis\u201c, einem Katalog des ber\u00fchmten Royal Botanic Garden in Kew (London), wurde die Morgenl\u00e4ndische Platane im Jahr 1548 in England eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits in der Kreidezeit und im Terti\u00e4r war die Gattung der Platanen mit mehreren Arten in ganz Europa verbreitet, wurde jedoch in Mittel- und Nordeuropa durch das Eiszeitalter des Quart\u00e4rs verdr\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Morgenl\u00e4ndische Platane kommt in ihrer Heimat als fluss- und gew\u00e4sserbegleitende Baumart auf tiefgr\u00fcndigen und n\u00e4hrstoffreichen grundwassernahen Auen-Standorten vor. Mit Ausnahme der Kretischen Platane (Platanus orientalis var. cretica), einer sehr seltenen immergr\u00fcnen Variet\u00e4t auf Kreta, ist sie ein sommergr\u00fcner Laubbaum, der H\u00f6hen bis zu 30 m erreichen kann. Die Bl\u00e4tter sind im Gegensatz zu denen der Amerikanischen und der Hybrid-Platane tief gelappt. Der mittlere der f\u00fcnf bis sieben Blattlappen ist deutlich l\u00e4nger als er breit ist. Ihre kugeligen Fr\u00fcchte h\u00e4ngen zu drei bis sechs St\u00fcck an einem gemeinsamen Stiel. Sie bildet eine breit ausladende Krone, h\u00e4ufig mit waagerecht streichenden \u00c4sten aus.<\/p>\n\n\n\n<p>In S\u00fcdeuropa wird sie oft als Alleebaum angepflanzt, in Deutschland ist die Baumart immer noch sehr selten und nur vereinzelt in Parkanlagen anzutreffen. Die Morgenl\u00e4ndische Platane kann ein sehr hohes Alter erreichen. Es soll B\u00e4ume mit einem Alter von \u00fcber 2500 Jahren geben. Bei der griechischen Stadt Kalavryta gibt es eine zweist\u00e4mmige Platane mit dem Namen \u201ePlataniotissa\u201c, die der Legende nach bereits im Jahre 352 n. Chr. dort gestanden haben soll und heute einen Stammumfang von mehr als 15 m hat. Im hohlen Inneren des Baumes ist eine kleine Kapelle eingebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>Im antiken Griechenland war die Morgenl\u00e4ndische Platane weitverbreitet. Sie wurde dort als Schattenspender sehr gesch\u00e4tzt, schon die Philosophen der Antike unterrichteten unter den B\u00e4umen. Auch in der griechischen Mythologie spielen Platanen eine gro\u00dfe Rolle. Nahe der Stadt Gortyn auf Kreta soll Zeus die Hochzeitsnacht mit Europa unter einer immergr\u00fcnen Kretischen Platane verbracht haben. Von Griechenland aus soll die Morgenl\u00e4ndische Platane zu Zeiten des r\u00f6mischen Reiches nach Italien gelangt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die w\u00e4rmeliebende Baumart ist bei der Neuanpflanzung frostempfindlich, \u00e4ltere B\u00e4ume haben jedoch eine Frosth\u00e4rte, die f\u00fcr Mitteleuropa ausreichend ist. Als hitzeresistente Baumart w\u00e4re sie in Hinblick auf die klimatischen Ver\u00e4nderungen f\u00fcr Mitteleuropa sehr interessant, wenn sie nicht von einigen, teilweise t\u00f6dlich verlaufenden Pilzkrankheiten befallen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"702\" height=\"748\" src=\"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/202-Morgenlaendische-Platane.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2761\" srcset=\"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/202-Morgenlaendische-Platane.jpg 702w, https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/202-Morgenlaendische-Platane-282x300.jpg 282w\" sizes=\"auto, (max-width: 702px) 100vw, 702px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bildquelle: Christoph Michels, Dipl. Forstwirt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die in Italien, Griechenland, dem Balkan, der T\u00fcrkei und den Mittelmeerl\u00e4ndern des Nahen Ostens beheimatete Morgenl\u00e4ndische Platane wurde vermutlich erst im 16. oder 17. Jahrhundert in Mitteleuropa eingef\u00fchrt. Nach dem \u201eHortus Kewensis\u201c, einem Katalog des ber\u00fchmten Royal Botanic Garden in Kew (London), wurde die Morgenl\u00e4ndische Platane im Jahr 1548 in England eingef\u00fchrt. 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