{"id":2766,"date":"2025-09-10T16:28:35","date_gmt":"2025-09-10T14:28:35","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/?page_id=2766"},"modified":"2025-09-10T17:34:22","modified_gmt":"2025-09-10T15:34:22","slug":"gewoehnliche-esche-fraxinus-excelsior","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/index.php\/stadtgarten-karte\/gewoehnliche-esche-fraxinus-excelsior\/","title":{"rendered":"Gew\u00f6hnliche Esche (Fraxinus excelsior)"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Gew\u00f6hnliche Esche ist eine in Europa heimische Baumart, die nach Verdr\u00e4ngung durch die Kaltzeiten des Quart\u00e4rs vor etwa 9000 Jahren wieder nach Mitteleuropa zur\u00fcckkehrte. Sie hat entweder in Auw\u00e4ldern und Feuchtb\u00f6den entlang von Flusst\u00e4lern oder auf trockenwarmen Kalkstandorten Fu\u00df fassen k\u00f6nnen. Von der Jungsteinzeit bis in das fr\u00fche 20. Jahrhundert wurde ihr Laub geschneitelt, getrocknet und als Viehfutter verwendet. H\u00e4ufig wurden die Futterb\u00e4ume f\u00fcr diese Nutzung gezielt angepflanzt und zur Vereinfachung der Schnittarbeiten zu Kopfb\u00e4umen gekappt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die dunkelgr\u00fcnen, gefiederten Bl\u00e4tter treiben etwas sp\u00e4ter als die der meisten anderen Laubb\u00e4ume aus, im Herbst verf\u00e4rbt sich das Laub unscheinbar gelblich oder f\u00e4llt sogar noch gr\u00fcn vom Baum. Die tiefwurzelnde Baumart geh\u00f6rt zu den wichtigsten Laubnutzh\u00f6lzern Mitteleuropas. Ihr in der Regel helles Holz weist eine hohe Festigkeit auf und ist dennoch elastisch. Es wird daher f\u00fcr die Fertigung von Werkzeugstielen und Sportger\u00e4ten, aber auch f\u00fcr den M\u00f6bel- und Treppenbau sowie Parkettb\u00f6den verwendet. Bereits unsere Vorfahren machten sich diese Eigenschaften zu Nutze und fertigten aus dem Eschenholz Axtstiele, Radspeichen, Heugabeln, Speere und Lanzen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der germanischen Mythologie stellt die Esche Yggdrasil als Weltenbaum das Zentrum des Universums dar. Sie verbindet mit Ihren Wurzeln die Unterwelt, mit dem Stamm die Erde und mit der Krone die Welt der G\u00f6tter.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem Anfang der 1990er Jahre bedroht ein vermutlich aus Asien eingeschleppter Pilz die Eschen Mitteleuropas. Das sogenannte Eschentriebsterben wird durch den Schlauchpilz &#8222;Falsches Wei\u00dfes St\u00e4ngelbecherchen&#8220; (Hymenoscyphus fraxineus) verursacht. 1992 wurde er erstmals in Polen und 2007 in Deutschland nachgewiesen. Inzwischen hat sich die Krankheit \u00fcber ganz Europa ausgebreitet. Die Symptome treten an Bl\u00e4ttern, Trieben, \u00c4sten, an der Rinde und im Holz auf. Jungb\u00e4ume sterben relativ schnell ab, an Altb\u00e4umen zieht sich der Krankheitsprozess oft \u00fcber viele Jahre hin. Mit dem Ausbruch der Krankheit ver\u00e4ndert sich das Kronenbild auffallend. Die \u00e4u\u00dferen Astpartien sterben ab und es bilden sich b\u00fcschelartige Nottriebe und Wasserreiser im Kroneninneren. Schlie\u00dflich lichtet sich die Krone immer weiter aus, Rindennekrosen treten auf und der Baum stirbt ab. Wissenschaftliche Studien kamen zu der Schlussfolgerung, dass die Gew\u00f6hnliche Esche in den kommenden Jahrzehnten in Europa vermutlich weitestgehend aussterben wird. Komplexe \u00d6kosysteme, in denen die Esche seit Jahrtausenden eingebunden ist, sind in Gefahr.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"780\" height=\"562\" src=\"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/235-Gewoehnliche-Esche.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2767\" srcset=\"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/235-Gewoehnliche-Esche.jpg 780w, https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/235-Gewoehnliche-Esche-300x216.jpg 300w, https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/235-Gewoehnliche-Esche-768x553.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 780px) 100vw, 780px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bildquelle: Christoph Michels, Dipl. Forstwirt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gew\u00f6hnliche Esche ist eine in Europa heimische Baumart, die nach Verdr\u00e4ngung durch die Kaltzeiten des Quart\u00e4rs vor etwa 9000 Jahren wieder nach Mitteleuropa zur\u00fcckkehrte. Sie hat entweder in Auw\u00e4ldern und Feuchtb\u00f6den entlang von Flusst\u00e4lern oder auf trockenwarmen Kalkstandorten Fu\u00df fassen k\u00f6nnen. Von der Jungsteinzeit bis in das fr\u00fche 20. 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