{"id":2769,"date":"2025-09-10T16:28:35","date_gmt":"2025-09-10T14:28:35","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/?page_id=2769"},"modified":"2025-09-10T17:34:22","modified_gmt":"2025-09-10T15:34:22","slug":"schwarznuss-juglans-nigra","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/index.php\/stadtgarten-karte\/schwarznuss-juglans-nigra\/","title":{"rendered":"Schwarznuss (Juglans nigra)"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die aus der Osth\u00e4lfte der USA stammende Baumart wurde 1629 nach Europa eingef\u00fchrt, in Deutschland wurde sie erstmals 1686 in Leipzig erw\u00e4hnt. Die zun\u00e4chst als Ziergeh\u00f6lz in Parkanlagen verwendete Schwarznuss wurde ab 1881 in den preu\u00dfischen Staatsforsten zu forstlichen Zwecken angepflanzt, in den els\u00e4ssischen Rheinniederungen zwischen Stra\u00dfburg und Colmar erfolgten ab 1882 weitere forstliche Versuchsanbauten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In ihrer Heimat bevorzugt die Schwarznuss tiefere Lagen in Flussniederungen und an Unterh\u00e4ngen. Dort w\u00e4chst sie \u00fcberwiegend einzeln oder in kleineren Gruppen und bildet nur selten Reinbest\u00e4nde. Aufgrund der unterschiedlichen Temperaturzonen und Standorte innerhalb des weitr\u00e4umigen Verbreitungsgebietes hat sie klimatisch betrachtet ein breites Standortsspektrum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die um 1900 in den s\u00fcdlichen Rhein- und Donauauw\u00e4ldern angesiedelten Waldbest\u00e4nde der sp\u00e4tfrostempfindlichen und schnellwachsenden Baumart haben heute beachtliche Dimensionen erreicht. Das wertvolle, harte und feinporige Holz ist sehr begehrt, da es eine wundersch\u00f6ne rot-schwarze Maserung hat. Es wird f\u00fcr hochwertige Furniere in der Auto- und M\u00f6belindustrie, im M\u00f6bel- und Innenausbau und f\u00fcr Kunst- und Drechselarbeiten verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihren Namen verdankt die Schwarznuss der l\u00e4ngsgefurchten und besonders bei feuchtem Wetter auffallend dunklen Borke. Sie ist sommergr\u00fcn und hat leuchtend gr\u00fcne Fiederbl\u00e4tter mit einem ganz eigenen Farbton, der die Baumart schon von weitem erkennen l\u00e4sst. Ihre essbaren Fr\u00fcchte \u00e4hneln in der Gr\u00f6\u00dfe denen der verwandten Walnuss, sind jedoch kugelrund. Um an den Kern der schmackhaften N\u00fcsse zu gelangen, wird schweres Ger\u00e4t ben\u00f6tigt, handels\u00fcbliche Nussknacker scheitern an der extrem harten Schale. In den USA werden die Kerne zur Speiseeisherstellung und f\u00fcr Backwaren verwendet. Die fischtoxischen Fruchth\u00fcllen wurden von den indigenen V\u00f6lkern Nordamerikas in Gew\u00e4sser geworfen um den Fischfang zu vereinfachen, die ersten Siedler f\u00e4rbten sich damit die Haare.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gegen\u00fcber klimabedingte Wetterextreme hat sich die Schwarznuss als wenig anf\u00e4llig erwiesen. Sch\u00e4dlinge sind an der Baumart selten und wirken sich nicht bestandsbedrohend aus, sie wird jedoch regional von der Wei\u00dfbeerigen Mistel gerne befallen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"776\" height=\"622\" src=\"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/241-Schwarznuss.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2770\" srcset=\"https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/241-Schwarznuss.jpg 776w, https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/241-Schwarznuss-300x240.jpg 300w, https:\/\/stadtgarten-verein.koeln\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/241-Schwarznuss-768x616.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 776px) 100vw, 776px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bildquelle: Christoph Michels, Dipl. Forstwirt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die aus der Osth\u00e4lfte der USA stammende Baumart wurde 1629 nach Europa eingef\u00fchrt, in Deutschland wurde sie erstmals 1686 in Leipzig erw\u00e4hnt. Die zun\u00e4chst als Ziergeh\u00f6lz in Parkanlagen verwendete Schwarznuss wurde ab 1881 in den preu\u00dfischen Staatsforsten zu forstlichen Zwecken angepflanzt, in den els\u00e4ssischen Rheinniederungen zwischen Stra\u00dfburg und Colmar erfolgten ab 1882 weitere forstliche Versuchsanbauten. 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